Friedrich-Ebert-Stiftung
Lot V.A. 14 FA Tsiadana
BP : 3185
Antananarivo 101
Madagascar

Tel.: +(261 20) 22 344 24 /-25
Fax: +(261 20) 22 257 31

Nachricht verfassen

Aktuelles zu Aktivitäten
der Friedrich-Ebert-Stiftung Madagaskar erfahren Sie auf der französischen Version dieser Seite. Die Informationen in deutscher Sprache stellen nur eine Basisinformation dar, vielen Dank.

Informationen zu Praktika
haben wir hier zusammengestellt. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung
ist in vielen afrikanischen Ländern aktiv. Wo, erfahren Sie hier.

Contentpic

Demokratische Partizipation

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am politischen Willensbildungsprozess ist ein Eckpfeiler einer funktionierenden Demokratie. Die Friedrich-Ebert-Stiftung sieht daher in der Förderung benachteiligter Bevölkerungsteile und der Unterstützung des innergesellschaftlichen Dialogs einen wichtigen Beitrag zu demokratischer Entwicklung.

Es wäre Aufgabe der politischen Parteien, als Mittler zwischen Staat und Bürger die gesellschaftlichen Interessen zu bündeln. Aufgrund der jedoch immer wiederkehrenden politischen und konstitutionellen Krisen (etwa 1972/1975, 1989/1991/1993, 1995/1997, 2001/2002, 2009/2010) werden Parteien in Madagaskar eher als Teil des Problems als Teil der Lösung wahrgenommen. An ihrer wichtigen Rolle für die staatliche Entwicklung ändert dies jedoch nichts: Parteien sind ein wichtiges Aggregat gesellschaftlicher Teilhabe am politischen Leben. Die Friedrich-Ebert-Stiftung arbeitet mit ihnen zusammen, wo dies sinnvoll ist.

Politischer Pluralismus beschränkt sich nicht allein auf Parteien. Neben den politischen Parteien und Bewegungen gibt es in Madagaskar eine Reihe zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich als Multiplikatoren ihrer Mitglieder in den politischen Prozess einzuschalten versuchen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt diese Organisationen dabei, ihre Interessen und Anliegen zu artikulieren und diese gemeinsam mit anderen Akteuren zu diskutieren. Dazu gehören insbesondere Gewerkschaften. Die Friedrich-Ebert-Stiftung begleitet die madagassischen Gewerkschaften bei ihrem Bemühen, sich durch das gezielte Einbringen in den politischen Entscheidungsprozess besser für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Madagaskar einzusetzen. Sich selbst als Organisationen perspektivisch zu reformieren und dadurch attraktiv zu sein, bleibt für die Gewerkschaften Madagaskars eine ständige Herausforderung.

Das Engagement von Frauen hat für die positive politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung Madagaskars eine wichtige Bedeutung. Oft fehlen ihnen jedoch die Zugänge zu Entscheidungsgremien, so dass ihre Ideen und Anliegen nicht in den politischen Prozess einfließen können. Die Friedrich-Ebert-Stiftung sensibilisiert in ihrer Arbeit für daraus resultierende Herausforderungen. Sie unterstützt Organisationen, die sich im Bereich empowerment für Frauen engagieren, und achtet auch bei ihren Aktivitäten darauf, dass eine problemlösungsorientierte, geschlechterneutrale Perspektive in den Vordergrund gerückt wird.

Da Madagaskar eine sehr junge Gesellschaft ist, ist es wichtig, die nachfolgende Generation frühzeitig für  gesellschaftspolitische Entscheidungen zu sensibilisieren. Jugend für die Bedeutung von Politik zu gewinnen und das Engagement der jüngeren Generation zu fördern, ist eine der Hauptaufgaben der Friedrich-Ebert-Stiftung in Madagaskar. Die aufgeklärte Einmischung dieser großen Bevölkerungsgruppe in den politischen Betrieb Madagaskars ermuntert zum Austausch, der Brücken zwischen Generationen schlägt.